1. Grundsätzliches

Dieses Konzept beschreibt meine Arbeit mit Kindern im Alter von 0 – 4 Jahren und ihren Eltern.  Es versteht sich nicht als feststehende Ordnung sondern wird mit dem Fortlauf der Zeit ständig überdacht und weiterentwickelt.

2. Ansätze und Pädagogik

Im Vordergrund meiner Arbeit steht das KIND als individuelles, wertvolles und von Natur aus gutes, kooperatives, lern- und entwicklungsbereites Wesen – sowie seine gesamte Familie und die Bedürfnisbefriedigung aller Beteiligten.

Bedürfnisse des kleinen Kindes:

    • Bindung!
      Allen weiteren Bedürfnissen übergeordnet ist die gute, vertrauensvolle, auf GEGENSEITIGER Achtung und Respekt aufgebaute, verlässliche Beziehung (Bindung) zu möglichst kontinuierlichen, verlässlichen und vertrauten Bezugspersonen (Mutter, Vater, Oma, Opa, Tagesmutter, Patentante…). Dies ist die Grundlage (Wurzeln) für alle weiteren Entwicklungsschritte des Kindes. Fehlt diese wichtige Basis können – aufgrund fehlender Feinfühligkeit und missverständlicher Kommunikation – seine grundlegenden Bedürfnisse nicht angemessen erfüllt werden und das Kind kommt folglich aus dem inneren Gleichgewicht und findet kein tragendes Fundament auf welchem es sich gesund und vertrauensvoll (weiter-) entwickeln kann (Flügel). Die Befriedigung aller nachfolgenden Bedürfnisse ist förderlich bzw. notwendig für eine gute Bindung und kann umgekehrt auch umso besser stattfinden, je besser die Beziehung zwischen Kind und Bezugspersonen ist:
    • biologische Bedürfnisse
      wie ausreichend Schlaf, (gesunde) Nahrung, richtige Temperatur, körperliche Unversehrtheit etc…
    • Hülle
      (Liebe, angenommen sein, verstanden und ernst genommen werden, Geborgenheit, gespiegelt und wahrgenommen werden, (körp.)Nähe, Berührung, getragen und gewiegt werden)
    • Autonomieförderung
      (Selbstständigkeit, „Hilf mir es selbst zu tun“, eigene Erfahrungen machen dürfen, lernen durch Versuch und Irrtum, erkunden und erforschen können)
    • Sicherheit und Halt
      (Ordnung, Struktur, Regeln, Grenzen, geführt werden, Klarheit, Rhythmus, Rituale)
    • Nachahmung bzw. gute Vorbilder
    • Naturerfahrungen mit allen Sinnen
    • viel Ruhe und viel Zeit
    • Gefühle ausdrücken dürfen

Mit eines der wichtigsten Grundprinzipien in der frühen Kinderheit ist das Lernen durch Nach (Mit -) – ahmung.  Der Erwachsene (an den das Kind gebunden ist!) dient dem Kind als wichtiges Vorbild, indem er dem Kind durch sein Handeln, Tun und vor allem auch durch seine innere Haltung und Einstellung Orientierung gibt und sich das Kind daran individuell entfalten kann. Ganz allgemein kann man sagen, dass eine autoritäre Führung (Drohungen, Bestrafungen…)  NICHT förderlich für das Kind ist – ABER: ebensowenig eine antiautoritäre Führungslosigkeit! Das Kind möchte dem Erwachsenen (nach-) folgen und fällt aus der Geborgenheit, wenn der Erwachsene sich am Kind orientiert und sich vom Kind führen lässt. Die Kunst besteht darin, hier keinen Mittelweg zwischen beiden Erziehungsstilen zu suchen, sondern einen ganz eigenen, neuen, 3. (Er- /) Be-ziehungs-Weg zu beschreiten!

Eine gesunde Entwicklung des Kindes sollte von allen Seiten her (ganzheitlich) gefördert werden! Hierbei orientieren sich meine Ansätze unter anderem zum Teil an der Pädagogik von Rudolf Steiner, Maria Montessori, Emmi Pikler, Jean Leadloff, Jirina Prekop, Jesper Juul …

Besonders liegt es mir am herzen präventiv zu arbeiten – also dann anzusetzen noch BEVOR gravierende Probleme entstehen bzw. sich verfestigen können, d.h. am besten schon VOR der Geburt oder eben in der frühen Kindheit. Man kann nicht früh genug damit anfangen, sich auf die Elternrolle vorzubereiten, um dann mit Gelassenheit, Sicherheit und Zuversicht das geliebte Kind in Empfang zu nehmen.

3. Äußerer Rahmen und Organisatorisches

Die Ganzheitliche Kinderwelt ist eine private familienunterstützende Einrichtung für alle Kinder zwischen 0 und 4 Jahren (bzw. auch schon vor der Geburt) und ihre Eltern – sofern sie dem Konzept grundsätzlich zustimmen – unabhängig von Sprache, Kultur und Religion.

Die Schließzeiten orientieren sich an den bayerischen Schulferien und werden rechtzeitig auf der Homepage unter „Aktuelles“ und/oder persönlich bekannt gegeben.